Food in der Parfümerie: Wie duftet ein Parfum nach Karamell oder Kaffee?
ADELE FADILI
Wir sagen es nicht noch einmal (na gut, doch): Bei Versatile sind wir riiiiesige Food-Fans. Klar, dass wir so viele Food-Akkorde wie möglich in unsere Parfums gepackt haben. Aber wie bringt man ein Parfum dazu, nach Karamell, Kaffee oder Pistazie zu duften? Wir erklären es Ihnen.
Warum hängen Geruchs- und Geschmackssinn zusammen?
Ein Großteil dessen, was wir Geschmack nennen, läuft in Wirklichkeit über die Nase. Deshalb schmeckt ein Gericht fade, wenn man erkältet ist. Und deshalb macht uns ein Gourmand-Parfum auch Hunger: Man riecht nicht einfach an einem Parfum, man bekommt Heißhunger.
Drei Wege, Food in ein Parfum zu bringen
1. Die Synthese
Viele Essensgerüche lassen sich nicht auf natürlichem Weg extrahieren (sorry, eine Essenz aus Pasta mit Pesto bekommen wir immer noch nicht hin). Dank der Synthese hat man Moleküle mit echten Gourmand-Facetten gefunden:
- Ethylmaltol: Karamell, Zuckerwatte, mit einer Erdbeerfacette. Ihm verdankt Angel von Mugler (1992) seinen großen Ruhm.
- Die Aldehyde C14 und C18: der Pfirsich und die Kokosnuss, die man in Parfums und Duschgels findet.
- Isobutavan: weiße Schokolade, Praliné.
- Vanillin: Vanille, natürlich.
Mehr über die Synthese erfahren Sie in No more fragwashing und in unserem Steckbrief über fruchtige Noten.
2. Natürliche Extrakte
Manche Gourmand-Rohstoffe gibt es auch in natürlicher Form: Kaffee-, Kakao-, Vanille- oder Tonkabohnen-Absolue, Zitrus- oder Gewürzessenzen. Sie finden sie in unseren Steckbriefen über Ambernoten und würzige Noten.
3. Die Akkorde
Hier geschieht die Magie: Der Parfümeur kombiniert mehrere Rohstoffe, um einen komplexen Geruch nachzubilden, ein bisschen wie bei einem Rezept. Ein Croissant, das sind Butter, Röstnoten, Milchiges und Süße. Eine Cola, das sind Zitrusfrüchte, Gewürze, Vanille und Prickeln.
Food steckt in der DNA von Versatile
Die Idee entstand beim Schauen von Top Chef: Geschmack und Geruch sind eng miteinander verbunden. Seitdem ist jedes Versatile-Parfum wie ein Rezept aufgebaut, rund um einen Moment im Leben:
- Croissant Café, das Frühstück: Kaffee, Cappuccino, Tonka, buttrig, geröstet.
- God Bless Cola, der Kinoabend: Cola, Popcorn, Karamell, Vanille.
- Rital Date, das Date: Pesto, Zitrone, Limoncello, Pistazie.
- It's a Match-a, der Brunch: Matcha, milchig, Heidelbeere, Pancake.
- Oh My Chaï, die würzige Pause: Chai, Zimt, Kardamom.
- Cerise sur le Gâteau: Kirsche, Schokolade, Baileys.
Und sogar unsere Pflegeprodukte machen mit, etwa L'Huile Vinaigrette oder Le Beurre Doux. Wer alles kosten (na gut: riechen) möchte, wird bei unseren Discovery Boxes fündig.
FAQ
Ist ein Gourmand-Parfum zu süß?
Nicht unbedingt! Ein guter Gourmand-Duft spielt mit Kontrasten: Frisches, Bitteres, Salziges, Holziges. Rital Date zum Beispiel verbindet Pesto und Limoncello.
Sind Gourmand-Noten essbar?
Nein, Parfum trinkt man nicht, auch wenn es nach Kaffee duftet! Die verwendeten Moleküle sind für die Haut bestimmt, nicht für den Teller.