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  • Made in France

    vegane & cleane Formel

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  • Gousses de cardamome, matière première naturelle utilisée en parfumerie
  • No more fragwashing

    Coralie Frébourg


    Seit Jahren setzen Marken in ihrer Kommunikation auf „100 % natürlich, 100 % nachhaltig, 100 % green / clean, 100 % vegan, 100 % cruelty free…“ und „Synthetik ist zu chemisch, zu schädlich, nicht nachhaltig genug, nicht hochwertig genug“.

    Bei all diesen Aussagen und den Bedenken der Verbraucher gilt: Da blickt man kaum noch durch.

    Wir schwören, die Wahrheit zu sagen und nichts als die Wahrheit: Räumen wir mit ein paar Vorurteilen auf!

    1. „Synthetik hat in der Parfümerie nichts zu suchen“: falsch!

    Die Synthese kam Ende des 19. Jahrhunderts auf und markierte den Beginn der modernen Parfümerie. Auch wenn wir damit einen Mythos zerstören: Alle großen Düfte der großen Luxushäuser verdanken ihren Erfolg völlig neuen Akkorden: Karamell, Maiglöckchen, Pfirsich, Aldehyde, Birne…

    Die meisten Blüten und fast alle Früchte (außer Zitrusfrüchten) sind synthetisch. Diese Noten sind „stumm“: Entweder existiert ihr Duft gar nicht, oder er lässt sich nicht auf natürlichem Weg gewinnen.

    Also muss man synthetische Akkorde erschaffen, die die Palette des Parfümeurs, seine Kreativität und seine Freiheit erweitern (rund 300 natürliche Noten gegenüber mehr als 4.000 synthetischen).

    2. „Natürlich = umweltfreundlich“: falsch!

    Autsch, ein weites Feld, an dem sich oft die Geister scheiden…

    Ein Produkt kann natürlich und nachhaltig sein, aber das eine bedingt nicht automatisch das andere! Bis heute gibt es kein zu 100 % nachhaltiges Parfum. Und zwar aus folgenden Gründen:

    • Die CO₂-Bilanz: Die Rohstoffe (zum Beispiel Patchouli aus Indonesien oder Vanille aus Madagaskar) stammen aus allen Ecken der Welt und werden per Flugzeug oder Schiff hergebracht… und nicht per Brieftaube.
    • Die Ausbeute: 3,5 Tonnen Rosenblätter für 1,5 kg Essenz, oder 600 kg für 1 kg Rosen-Absolue.
    • Die Verpackung: Um zu 100 % nachhaltig zu sein, bräuchte man upgecycelte oder recycelte, nachfüllbare und recycelbare Verpackungen, ohne Zellophan, ohne Plastikfolie auf den Etiketten, ohne Kappe oder Steigrohr aus Kunststoff, ohne Plastikeinsatz in Kappen aus Holz oder Kork, Drucke ohne Tinte, kein Seidenpapier um die Flakons… Aus „Less is more“ wird dann eher „Less is nix“.
    • Bonus: Angaben wie „BIO-Siegel“ und „ethische Partnerschaften“ sind mit Vorsicht zu genießen. BIO aus Indien hat nichts mit BIO made in France zu tun. Und was ethische Partnerschaften angeht: Der französische Mindestlohn gilt längst nicht überall, that's it.

    Synthetik bedeutet auch, unsere Ökosysteme und unsere tierischen Freunde zu schützen (Ambra, Zibet, Moschus vom Moschustier, Castoreum), die jahrhundertelang wegen ihres sehr charakteristischen Geruchs getötet wurden. Heute sind Rohstoffe tierischen Ursprungs verboten. Dank der Synthese erhält man Noten, die den verschwundenen sehr nahekommen. Alles darüber erzählen wir Ihnen in unserem Artikel über animalische Noten.

    3. „Natürliches riecht immer gut“: falsch!

    Bei natürlichen Noten denkt man an die Rosen- und Jasminernte in Grasse, wo der Duft der Blütenblätter eine zarte Spur in unserer Nase hinterlässt.

    Wussten Sie, dass viele Naturstoffe gar nicht so riechen, wie wir es aus der Parfümerie oder vom Blumenladen gewohnt sind?

    • Die Rose riecht nach Artischocke und Geranie, weit entfernt vom Morgentau!
    • Jasmin riecht medizinisch, animalisch und sehr würzig, weit entfernt vom sonnigen Monoi!

    Synthetische Noten ermöglichen es, allzu „rohe“, allzu „natürliche“ Facetten abzumildern, abzuschwächen und zu verschönern. Verrückt, oder?

    4. „Natürliches hält besser auf der Haut“: falsch!

    Natürliches veredelt die Seele eines Parfums. Die in der Parfümerie verwendeten natürlichen Rohstoffe sind oft von sehr hoher Qualität und schenken einem Duft eine schöne Entwicklung.

    Ein zu 100 % natürliches Parfum hält dagegen kaum auf der Haut. Warum?

    • Die meisten natürlichen Noten sind sehr flüchtig (zum Beispiel Zitrusnoten) und verdunsten sehr schnell auf der Haut.
    • Die Natur lebt, sie entwickelt und verändert sich: natürliche Rohstoffe ebenso.
    • Manche synthetischen Noten wie Moschusnoten sind hervorragende Fixateure und Diffusoren. Baut man sie in die Formeln ein, verbessern sich Sillage und Haltbarkeit des Parfums.

    5. „Synthetik ist billig“: falsch!

    Noch ein Klischee – und mangelnde Transparenz gegenüber den Verbrauchern.

    Ja, Natürliches kann sehr teuer sein (mehrere Tausend Euro pro Kilo für Oudholz, Iris, Rose…), wenn die Ausbeute gering ist: Iris braucht rund 6 Jahre vom Feld bis ins Labor. Sie gehört zu den seltensten und teuersten Rohstoffen der Parfümerie.

    Umgekehrt fallen die Preise, sobald die Ausbeute ausreicht: Orange oder Lavendel kosten rund 10 € pro Kilo, damit ruiniert man sich nicht!

    Synthetik ist tatsächlich günstiger als Natürliches, und das ist einer der Hauptgründe, warum Marken darauf zurückgreifen. Aber nicht alle synthetischen Noten sind billig: Ambroxan zum Beispiel kostet rund 600 € pro Kilo.

    Unsere Parfums vereinen Natürliches und Synthetisches, ohne Übermaß beim einen oder anderen, und unsere Formeln kosten zwischen 300 und 600 € pro Kilo netto (gegenüber durchschnittlich 80 € pro Kilo).

    6. Das ganze Konzept auf vegan und cruelty free aufbauen: Bauernfängerei

    Vegan: enthält keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs. Tatsächlich sind so gut wie alle Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs verschwunden. Natürliche Moschus- und Tiernoten sind seit Jahren verboten. Manche Marken verwenden Honig, doch dessen Gewinnung ist keine Tierquälerei. Also sind fast alle Kosmetikmarken vegan.

    Cruelty free: nicht an Tieren getestet (na klar, die Armen!). Aber in der Europäischen Union sind Tierversuche für fertige Kosmetikprodukte seit 2004 und für ihre Inhaltsstoffe seit 2009 verboten, und seit 2013 darf dort kein an Tieren getestetes Kosmetikprodukt mehr verkauft werden.

    Also ja, es ist gut, eine vegane und tierversuchsfreie Marke zu sein. Aber das ganze Konzept und das gesamte Markenversprechen darauf aufbauen? Nein, da will man Sie für dumm verkaufen.

    Das Schlusswort: weder Verherrlichung noch Verteufelung

    Natürliche und synthetische Rohstoffe sind unverzichtbar, um originelle, moderne Parfums zu kreieren, die gut riechen und auf der Haut halten. Wir setzen auf Harmonie, Balance und die richtige Dosierung.

    Transparenz ist für uns ein erster Schritt hin zu Information für alle. Deshalb ist jede Versatile-Formel auf ihrer Produktseite veröffentlicht, mit allen natürlichen und synthetischen Inhaltsstoffen im Detail. Werfen Sie einen Blick auf die Formel von Croissant Café oder Rital Date, oder entdecken Sie alle unsere Extraits de parfum.

    Foto: Versatile Paris