Kosmetik-Etiketten entschlüsseln
Coralie Frébourg
INCI, Allergene, PAO, Chargennummer… Ein Etikett zu entziffern, war noch nie ein Vergnügen. Dafür müssen Sie aber keine zwei Urlaubstage nehmen: Wir erklären Ihnen alles, am Beispiel eines Parfumetiketts.
Wozu dient die Kennzeichnung?
Alle Produkte im Handel, ob Lebensmittel, Mode, Kosmetik…, tragen eine Kennzeichnung, damit ihre Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist.
Die Sicherheit der Verbraucher steht im Mittelpunkt jeder Produktentwicklung. Ein Produkt ohne Etikett? Finger weg!
Welche Angaben sind auf einem Parfum Pflicht?
Ein Beispiel mit unserem Extrait de parfum Gueule de Bois:
- Produktname: Gueule de Bois
- Produktbezeichnung: Extrait de parfum
- Füllmenge: 15 ml
- Herstellungsland: made in France
- Die verantwortliche Person und ihre Adresse: Sensatile SAS, Paris
- Der EAN-Code: Das ist der Barcode, mit dem das Produkt im Geschäft und bei den Händlern identifiziert wird.
- Die Chargennummer: Sie gibt an, an welchem Tag das Produkt abgefüllt wurde. Tritt ein Problem auf, muss die gesamte Charge vom Markt genommen werden.
- Die Liste der Inhaltsstoffe (INCI): das kleine Sammelsurium! Die Inhaltsstoffe sind nach absteigender Menge sortiert. Zuerst kommt in der Regel das Lösungsmittel (Alkohol, Wasser oder Öl), dann die Angabe PARFUM (die Formel wird nie offengelegt, weil sie nicht patentiert werden kann: Marken teilen nur Duftpyramiden, um nicht kopiert zu werden). Zum Schluss die Allergene, die bei Produkten ohne Abspülen ab 0,001 % in der Formel angegeben werden müssen.
- Die Verwendungsdauer: Ist das Produkt länger als 30 Monate haltbar, wird eine PAO angegeben (Period After Opening, also die Haltbarkeit nach dem Öffnen): das kleine Symbol eines geöffneten Tiegels mit einer Anzahl von Monaten.
Unsere PAO beträgt 6 Monate: Unsere Produkte sind ab ihrer Herstellung länger als 30 Monate haltbar und bleiben nach der ersten Anwendung 6 Monate lang verwendbar.
Piktogramme und Marketingangaben
- Man findet auch Piktogramme: entzündlich, recycelbar, Triman, „Packungsbeilage beachten“ (ist der Flakon zu klein, können die Angaben auf der Umverpackung stehen).
- Die Angabe cruelty free (nicht an Tieren getestet) ist vor allem ein Marketingargument: Seit 2013 ist es in der Europäischen Union verboten, an Tieren getestete Kosmetik zu verkaufen.
All diese Angaben müssen gut lesbar, unverwischbar und sichtbar aufgedruckt sein.
Bei Versatile gehen wir weiter
Unsere Etiketten halten all diese Regeln ein, aber wir wollten noch einen Schritt weiter gehen: Jede Formel wird vollständig auf ihrer Produktseite veröffentlicht, mit der Herkunft der Inhaltsstoffe, dem Anteil an natürlichen und synthetischen Stoffen und den Allergenen. Machen Sie den Test mit Culot Thé oder Dimanche Flemme.
Etiketten haben jetzt keine Geheimnisse mehr für Sie: Endlich können Sie Ihre Produkte ganz entspannt auswählen. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lesen Sie unseren Artikel No more fragwashing über natürliche und synthetische Stoffe.
Foto: Versatile Paris